Fazit: Der große Vergleich

Sieben Programme im direkten Test – ein klarer Sieger

Index oder kein Index? Das ist nicht die Frage!

Der oft geführte Streit "Index oder kein Index" greift zu kurz. Als Findit 6 fertig war, haben wir alle uns bekannten Wettbewerber in einem so fair wie nur möglich angelegten Vergleich getestet. Und haben festgestellt: Auf moderner Hardware ist die Index-Erstellung kein echtes Problem mehr. Das eigentliche Problem liegt woanders: In der starren Fixierung auf formatspezifische Parser.

Wer einen Index aufbaut, muss jede Datei interpretieren und verstehen. Parser sind spezialisierte Programme, die strukturierte Daten aus verschiedenen Dateiformaten extrahieren – etwa Text aus Word-Dokumenten, Excel-Tabellen oder PDFs. Das Problem: Parser sind hochgradig formatspezifisch und fehleranfällig. Sie erwarten eine exakte Dateistruktur und scheitern, sobald diese auch nur minimal abweicht.

Eine ältere Word-Version? Ein lokaler Format-Dialekt? Eine HTML-Datei mit Formatierungsfehlern? Eine minimal beschädigte PDF? Ein exotisches Format? Der Parser scheitert – und die Datei bleibt im Index unsichtbar, selbst wenn ihr Textinhalt problemlos lesbar wäre.

DtSearch Desktop

Moderne Hardware (und spezielle Optimierung) sorgt allerdings auch dafür, dass Findit 6 ohne Index zwar nicht in Sekundenbruchteilen Ergebnisse liefert, aber in vergleichsweise wenigen Sekunden. Mit deutlich höherer Zuverlässigkeit der Ergebnisse und Qualität der gefundenen Treffer. Der rechts eingefügte Screenshot zeigt, dass dieses ohne Index erreichte Tempo auf einem 4 Jahre alten Ryzen 5 mit 6 Kernen selbst einen Datenbestand von 350 GB in weniger als einer Minute durchsuchen kann. Inklusive verschachtelten Zip-Archiven und Mailanhängen und (dank vorhandenem Cache) sogar OCR in PDF und Bildern.

Die große Vergleichstabelle

Wir haben sieben Programme unter identischen Bedingungen getestet: Gleiches Archiv (50.000 Dateien, 50 GB), gleiche Suchabfrage ("Dateien" UND "finden"), gleiche Hardware. Hier sind die Ergebnisse:

Kriterium Findit 6 DtSearch FileLocator Pro AnyTXT Everything SeekFast DocFetcher
Treffer (absolut) 201 182 132 108 163* 8 82
Treffer (% von Findit) 100% 90,5% 65,7% 53,7% 81,1%* 4% 40,8%
Suchdauer 12-30 Sek. < 0,1 Sek. < 0,1 Sek. 0,034 Sek. 16 Min. < 0,1 Sek. < 0,1 Sek.
Vorbereitung Keine 15 Min. Index 5 Min. Index 30 Min. Index Index nötig 16 Min. Index 30 Min. Index
Mailanhänge
(aus eml/msg)
Ja Ja (konfiguriert) Ja Nein Nein Nein Nein
Archive (ZIP, RAR) Ja (verschachtelt) Ja Ja (verschachtelt) Nein Nein Nein Nein
OCR (Bildsuche) Ja ** Nein (extern) Ja Ja Nein Nein Nein
Fuzzy-Suche Ja (phonetisch DE) Ja Ja Ja Nein Nein Nein
Benutzerführung Sehr gut Gut (Englisch) Gut Mangelhaft Sehr gut Durchschnittlich Durchschnittlich
Hilfe-System Hilfe + Tooltips (DE+EN) Ja (EN) Vorhanden Fehlt komplett Minimal Minimal Basic
Sprachen 5 (DE, EN, IT, ES, FR) 1 (Englisch) Englisch 10+ Mehrsprachig Englisch Mehrsprachig
False Positives Keine PDF-Metadaten Keine Keine Viele** Keine Keine
Exotische Formate Ja (.exe, .dll, etc.) Limitiert Limitiert Limitiert Nein Limitiert Limitiert
Preis 55€ (einmalig) $199+ (einmalig) 45€ (einmalig) Kostenlos Kostenlos Kostenlos Kostenlos
Zielgruppe Profis + Privat Enterprise Profis + Privat Privat Privat (Dateinamen) Privat Privat

* Everything fand 163 Treffer, aber davon mehr als ein dutzend vermeintliche, bei denen nachweislich entweder "Dateien" oder "finden" nicht vorhanden war.

** Findit 6 benötigt für die erstmalige Suche in OCR-Dokumenten deutlich mehr Zeit als für sonstige oder folgende Suchläufe, baut dabei einen Cache auf, der in folgenden Suchläufen ähnlich wie ein Index wirkt.

Lesehinweis zur Tabelle:

Grün = Bestwert oder sehr gut
Blau = Gut
Grau = Durchschnittlich
Rot = Schwach

Die Überraschungen im Test

DtSearch: Der würdige Konkurrent

DtSearch war das einzige Programm, das mit seinen 182 Treffern (90,5%) in die Nähe von Findit kam. Das Enterprise-Tool für $199+ zeigt: Professionelle Parser-basierte Lösungen können sehr gut sein – haben aber ihre Grenzen. DtSearch fand keine Archive, kein OCR, und einige Treffer waren False Positives aus PDF-Metadaten. Für Großunternehmen mit standardisierten Formaten eine Option – für gemischte Archive weniger geeignet.

Everything: Sehr schnell, aber nur für DateiNAMEN

Everything ist unschlagbar bei Dateinamen-Suche. Bei Volltextsuche dauerte es 16 Minuten und lieferte 163 Treffer – klingt gut, aber bei genauer Prüfung fanden sich viele False Positives: Dateien, in denen die Suchbegriffe nachweislich nicht vorkamen. Für professionelle Arbeit nicht geeignet.

AnyTXT: Das kostenlose "Großmaul"

AnyTXT wirbt als "best full-text search engine" – liefert aber nur 108 Treffer (53,7%). Keine Mailanhänge, keine Archive, keine Hilfe. Moderne Oberfläche mit OCR, aber zu viele Limitierungen für ernsthafte Nutzung. Ein Tool mit Potenzial, aber noch nicht ausgereift.

Die anderen: Weit abgeschlagen

FileLocator Pro (65,7%), DocFetcher (40,8%) und besonders SeekFast (4%!) zeigen die Parser-Problematik deutlich: Selbst mit Index finden sie nur einen Bruchteil dessen, was tatsächlich vorhanden ist.

Unser Fazit

Findit 6 ist das einzige Programm, das konsequent auf maximale Abdeckung statt auf Geschwindigkeit setzt. Mit 201 Treffern findet es 10-50% mehr als die Konkurrenz – und das ohne Index, ohne Vorbereitung, ohne False Positives und trotzdem alltagstauglich schnell!

Die Kombination aus fehlertoleranter Textextraktion, Archive-Durchsuchung, OCR-Integration, Mailanhang-Support und exotischen Formaten (.exe, .dll) macht Findit zum einzigen Tool, das wirklich alles findet.

Für wen ist Findit 6?

  • Journalisten mit gewachsenen Archiven
  • Anwälte mit gemischten Mandanten-Daten
  • IT-Profis mit heterogenen Datenbeständen
  • Forscher mit internationalen Dokumenten
  • Alle, die vollständige Ergebnisse brauchen, nicht nur schnelle

Preis-Leistung: 55€ einmalig für Software, die mehr findet als Tools für $199+. Keine Abos, keine versteckten Kosten, kostenlose Updates.

"Find anything, anywhere, anytime"
Nicht nur ein Slogan – ein bewiesenes Versprechen.

P.S.: Speicherplatz-Effizienz

Ein Index, in dem jedes Wort in jedem Dokument erfasst wird, benötigt naturgemäß Speicherplatz. Während Speicher heute günstig ist, gilt das für schnelle SSDs (wo Indizes hingehören) nur bedingt. Findit nutzt statt eines vollständigen Index einen intelligenten Cache für PDF- und OCR-Inhalte. Wie effizient das ist, zeigt der Vergleich für unser 49,98 GB großes Testarchiv:

Tool Cache % Verzeichnisse
Findit 6 0,09 GB 0,21% Speicherplatz-Vergleich: Verzeichniseigenschaften der Konkurrenz-Tools
FileLocator Pro 0,72 GB 1,45%
DtSearch 1,31 GB 2,61%
SeekFast 1,37 GB 2,74%
AnyTXT 1,64 GB 3,28%
DocFetcher Pro 2,49 GB 4,98%

Der Findit-Cache ist mit 0,09 GB (0,21%) nicht nur 27-mal kleiner als bei DocFetcher – er enthält sogar MEHR Inhalte: Archive, Mailanhänge und OCR-Texte, die viele Indexer gar nicht erfassen.

Multi-User-Vorteil: Die meisten Wettbewerber legen für jeden Nutzer (in vom Hersteller vorgegebener Konfiguration) einen eigenen Index an. Das lässt den Platzbedarf schnell wachsen. Ab 20 Usern wird der Cache größer als der Original-Datenbestand. Nur AnyTXT und Findit nutzen dagegen /ProgramData/ – ein gemeinsamer Cache für alle Nutzer. Findit stellt dabei sicher, dass jeder Nutzer trotz gemeinsamem Cache nur Dokumente findet und betrachten kann, auf die er Zugriff hat.

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